Wovon hängt sportliche Leistung ab? Leistung im allgemeinen?
Bisher bin ich eigentlich immer davon ausgegangen, dass der Ausgang eines Rennens eigentlich nur von drei Dingen abhängt.
- antrainierte Physis (85%)
- Taktik (10%)
- Leidenswille (5%)
Aber alles in allem scheint das nicht so zu zusammenzupassen.
Letztes Wochenende bin ich auf der DHM gefahren. Anfürsich eigentlich ein Wettkampf, der von der Distanz und den Bedingung her dem Entspricht, was ich leisten kann und was ich bevorzuge.
Gut, gesagt getan… Der erste Wettkampf war für mich die Ausscheidung im 2x. Nach einem aufgrund der Bedingungen beschissenen Vorlauf den wir mit ein paar Hundersteln verloren haben ging es in den Hoffnungslauf. Schneller Anfang, noch schnellere Niederlage kurz vor dem Ziel (Platz 1 wurde zu 4). Damit ein Totalverlust und das Ende in der Meisterschaft. Die Disziplin, in die ich meine größten Hoffnungen gesetzt hatte war damit unrühmlich zuende gegangen. Bis hierhin eigentlich alles noch im Rahmen und irgendwie normal, da wir national sehr starke Konkurrenz hatten.
Das wirkliche Fiasko begann erst am darauffolgenden Tag. Diesmal war der 1x angesagt. Morgens war noch alles recht normal, bis etwa 2h vor dem Rennen. Da hat mein Magen verrückt gespielt. Gut allzuviel hab ich mir dabei noch nicht gedacht (gut hab mich extrem geärgert und mir Sorgen ums Rennen gemacht ). Aber sowas kommt halt vor, mein Frühstück gegrüßt (Komplettes Programm Magen-Darm, Erbrechen & Alles ) und mich entschlossen nicht abzumelden. (würde mir als Angst oder ähnliches ausgelegt). Bin dann losgefahren und habe erstaunlicherweise bis zur Hälfte mit fast 4 Längen geführt und bin dann wie eine Tomate eingegangen. Ergebnis : Verloren gegen Gegner, die ich bei andern Wettkämpfen bereits gründlichst plattgefahren habe. Soweit so gut. Allerdings die besagte “Krankheit“ hat sich 2h nach dem Rennen in wohlgefallen aufgelöst. Komplett weg, garnichts mehr. Was soll ich von so einem Scheiß halten?
Das war eigentlich das ausschlaggebene Ereignis, dass ich mal angefangen habe mir Gedanken zu machen warum das passiert ist, wie das passieren konnte. Der einzige logische Schluss, der sich ergibt, dass der Geist, insbesondere das Unterbewusstsein eine größere Rolle spielt als ich mir bisher vorstellen konnte. Die mentale Ausgangssituation für das 1x Rennen sah im Prinzip so aus:
- Niederlage im 2x
- Direktvergleich zu meinem 2x-Partner. Im Prinzip wurde die Schuld am schlechten 2x- Rennen ausgefahren. (Zumindest für mich)
- Erklärung warum ich soviel Zeit mit Rudern verbringe. Wenn ich verliere, hätte ich auch die Zeit mit andern Dingen verballern können. Ich mein unter dem Training leiden immer andere Dinge, wenn man es nicht richtig organisiert und das habe ich nicht.
- Erwartung der anderen
- Komplette Unterschätzung der Gegner
- Bewertung des eigenen Trainings in der Vorbereitungsphase als Ineffizient
- Wenig Souveränität im Einer, da er in der letzten Zeit schlecht gelaufen ist, aufgrund des dauernden Bootswechsels
- Mein persönlicher sehr ausgeprägter Ehrgeiz
Addiere ich für mich diese Punkte zusammen, bleibt für mich nurnoch der Schluss, dass ich unter dem Druck zusammengebrochen war und nicht in der Lage war vielmehr als meine Fassade aufrecht zu erhalten. Das was mich wirklich erschreckt hat ist, dass es sich sogar Physich auf meinen Körper ausgewirkt hat. Ich mich also im Prinzip selber Krank gemacht habe. Alles in allem würde ich mittlerweile Erfolg so bewerten
- Physis (50%)
- Mentale Stärke (40%)
- Taktik (5 %)
- Leidenswille (5 %)
Der interessanteste Teil der Frage ist, wie geht es jetzt weiter?

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